Herzlich willkommen

auf der Internetseite

der Christlich-Jüdischen Gesellschaft für Brüderlichkeit e. V. Koblenz

 

Folgende Veranstaltungen sind geplant :

 Mitgliederversammlung, Montag, 20. März, 18 Uhr

Wir laden alle Mitglieder der Gesellschaft ganz herzlich zu unserer alljährlichen Mitgliederversammlung in den Gemeindesaal der Jüdischen Kultusgemeinde ein. Da auf der Tagesordnung neben der üblichen Tagesordnungspunkte auch eine Revision unserer Satzung steht, bitten wir alle Mitglieder, eine Teilnahme möglich zu machen.

Nach der Mitgliederversammlung – etwa gegen 19.30 Uhr – laden wir Sie zu einer Lesung ein. Am 22. Februar

erscheint der neue Roman "Hinter der Angst" von Pfarrer Christian Hartung aus Kirchberg, der Mitglied unserer

Gesellschaft ist.

Er erzählt die Geschichte der Ermordung des dänischen Dichterpfarrers Kaj Munk durch die SS 1944 und die

polizeiliche Aufklärung, verbunden mit einer Darstellung des dänischen Widerstands, in der Person einer

jungen dänischen Jüdin (die ist aber fiktiv). Es kommt auch Fritz Bauer vor, der vor den Nazis erst nach

Dänemark und dann nach Schweden flüchtete und von 1945-1949 wieder in Kopenhagen lebte. Sein im Exil

erschienenes Buch "Kriegsverbrecher vor Gericht" hab hat Hartung in der dänischen Ausgabe von 1945

studiert, dort gibt es ein Vorwort seines Freundes Stephan Hurwitz, jüdischer dänischer Strafrechtler und auch

Mitglied der United Nations War Crimes Commission. Die frühe Geschichte Bauers ist durch seine Tätigkeit in

Frankfurt nicht so bekannt und etwas im Hintergrund.

 

 

Koblenzer Gedenkgang 22. März 2017 ab 18 Uhr, Treffpunkt Freiherr-von-Stein-Grundschule

Der Tod ist ein Meister aus Deutschland“ –

Koblenzer Gedenkgang am 22. März ab 18 Uhr vom Rauental zum Bahnhof Lützel

Am 22. März 2017 jährt sich zum 75. Mal die 1. Deportation von Juden aus Koblenz und Umgebung. Am 22.

März 1942 wurden 337 namentlich bekannte Menschen und ein namenloses Baby von Koblenz aus „nach dem

Osten“ deportiert. Das war die 1. Deportation von insgesamt vier großen Deportationen, die alle bis Ende Juli

1942 stattfanden. Im folgenden Jahr – 1943 – sowie noch später wurden dann noch Einzelpersonen deportiert,

zuletzt am 18. Februar 1945 auch noch Juden, die in „privilegierter Mischehe“ lebten.

Das Ereignis der 1. Deportation und die folgenden Deportationen sind Anlass, am Jahrestag des

erstenTransports mit einem Gedenkgang an diese ehemaligen jüdischen Bürger von Koblenz und Umgebung

zu erinnern. Zum Jahrestag der 1. Deportation von Koblenz aus organisieren der Förderverein Mahnmal

Koblenz, die Christlich-Jüdische Gesellschaft für Brüderlichkeit, der Freundschaftskreis Koblenz Petah-Tikva

und der DGB – Region Koblenz – einen Gedenkgang dazu.

Die Veranstaltung nimmt ihren Ausgangspunkt um 18 Uhr auf dem Hof der Freiherr vom Stein-Grundschule in

der Steinstraße in Koblenz-Rauental. Dort – in der früheren Turnhalle – sammelte die Koblenzer Gestapo die

Juden aus Koblenz und dem ehemaligen Landkreis Koblenz für den Abtransport – wie es hieß – „nach dem

Osten“.

Diese damalige Situation greift der Gedenkgang am 22. März 75 Jahre später auf. An dem authentischen Ort,

auf dem Hof der Steinschule, begrüßt die Kulturdezernentin der Stadt Koblenz, Fau Dr. Margit Theis-Scholz die

Teilnehmer.

Dann werden die vorbereiteten Lichter und die Sterne ausgeteilt. Die Teilnehmer vollziehen dann mit den

Lichtern und Sternen den Weg nach, den die Menschen vor 75 Jahren – am helllichten Nachmittag – gehen

mussten.

Der Zug setzt sich dann in Bewegung durch die Stein- und Schlachthofstraße zur Synagoge. Wo durch

Mitglieder der christlich-Jüdischen Gesellschaft ein jüdisches und ein christliches Gebet gesprochen werden

sollen.

Weiter führt der Zug an der Mosel entlang zur Balduinbrücke. Beim Gang über die Balduinbrücke und am

Schillerplatz in Lützel werden die Teilnehmer sich daran erinnern können, dass nicht nur jüdische Nachbarn

aus Koblenz in diesem ersten und weiteren Transporten „nach dem Osten“ verschleppt wurden, sondern auch

sehr viele Patienten der Israelitischen Heil- und Pflegeanstalt Bendorf-Sayn.

Der Gedenkgang endet am Güterbahnhof in Lützel. Dort wurden die 338 Juden aus Koblenz und Umgebung

auf der Rampe in Personenwagen 4. Klasse des Sonderzuges Da 17 der Deutschen Reichsbahn „verladen“.

Diese Sonderzüge der Reichsbahn bildeten eine eigene Kategorie „Da“ – das stand für „David“. Sie hatten

eigene Fahrpläne und waren meist „Russenzüge“, mit denen Russen, Ukrainer u.a. zur Zwangsarbeit in den

Westen verschleppt wurden. Mit den Juden fuhren sie dann wieder zurück „nach dem Osten“.

 

Konzert

Die Vereine „Neue Synagoge für Koblenz e.V. “ und „Koblenzer Mendelssohn Tage“veranstalten ein

Benefizkonzert zu Gunsten einer neuen Synagoge in Koblenz am 24. März, 19.30 Uhr, Görreshaus mit Nina

Tichman.

Nina Tichman ist Professorin für Klavier an der Hochschule für Musik in Köln und hat

Meisterkurse in Amherst College, Princeton University, IKIF in New York, an der

Europäischen Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Montepulciano und am

Mozarteum in Salzburg gehalten. Sie ist Jurorin bei namhaften internationalen

Wettbewerben wie European International Piano Competition (Bremen), Rachmaninov

Competition (Bonn), Aschenbrenner Wettbewerb (Köln) und Busoni Wettbewerb (Bozen).

 

 

 

 

Paul-Eisenkopf-Preis

eisenkopfklein Zur bundesweiten Woche der Brüderlichkeit im März lobt die Christlich-Jüdische Gesellschaft für Brüderlichkeit in allen ungeraden Jahren den mit 1000 EUR dotierten Paul-Eisenkopf-Preis aus. Mit dem Preis sollen Personen, Schulklassen oder andere Gruppen ausgezeichnet werden, die sich im Bewusstsein der deutschen Vergangenheit um das Gelingen des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Religion, Herkunft, Nationalität, Kultur und Weltanschauung bemüht haben beziehungsweise bemühen.

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Stolpersteine

steineAuf Bitten des Kulturausschusses der Stadt Koblenz hat die Christlich-Jüdische Gesellschaft die Recherche, Koordination und Finanzierung des Gedenkprojektes „Stolpersteine“ übernommen. Dabei werden vor dem letzten selbst gewählten Wohnort der Nazi-Opfer Messingplaketten verlegt, auf denen Name, Vorname, Jahrgang und Schicksal der betreffenden Person doku­mentiert sind.

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Links

logo cjg 100und weiterführende Informationen

der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit.

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